Welcome to Costa Rica

Endlich angekommen! Zwei Jahre Kopfarbeit, um jetzt endlich in Costa Rica zu sein und unser Projekt in die Tat umzusetzen…

Nach 21 Stunden Reise gönnten wir uns in unserem Endziel San Isidro zuerst ein traditionell costaricanisches Pinto (Reis mit schwarzen Bohnen zusammengemehrt) und machten uns danach an die Arbeit. Wir klapperten Baufirmen ab, um Materialien und Geräte zu checken, trafen die Localskater, um heraus zu finden, was sie sich wünschen und vorstellen, und machten städtische Plätze ausfindig und versuchen nun, die Genehmigung zum Bebauen ein zu holen. Außerdem lertnen den Verein Vida Nueva und dessen Kinder und Voluntäre kennen und erkundeten natürlich auch die Stadt selbst. Ca. 40.000 Menschen leben hier.

Skater gibt es hier nicht wenige, das kleine Städtchen hat mindestens 30 aktive Locals, alle zwischen 12 und 18 Jahren alt. Am Samstag waren wir sogar auf einem kleinen Contest, der von Ricardo, dem besten und engagiertesten Skater, der ein paar kleine Rampen und Rails besitzt, auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums organisiert worden war. Ansonsten skaten die Jungs fast ausschließlich am Busbahnhof und dort meistens Flat, weil sie von Securities von den schönen Curbs dort ferngehalten werden. Streetspots gibt es natürlich auch, aber die sind aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse allesamt äußerst ruppig und fern von perfekt, und tagsüber sind auch viel zu viele Menschen und Autos unterwegs, um sie skaten zu können. Kurzum, die Stadt braucht unbedingt einen Skatepark, und deswegen sind wir ja auch hier.

Letzten Montag haben wir BOARDSTEIN Arne vom Flughafen in San José abgeholt, der von Kalifornien mit 1,53 Dollar in der Tasche eingeflogen ist, völlig pleite. Die Extrakosten für sein 20kg Übergepäck mit den vor Ort gekauften Betonkellen hat er sich am Flughafen in San Francisco zusammengeschnorrt. Zwei Tage später sind Flori und Ali aus Dresden angereist. Nun ist das Team komplett und tierisch motiviert anzufangen, wobei wir uns auch noch mal bei Henrik und Nelly bedanken wollen, zwei der deutschen Volontäre, die schon länger hier sind und uns mit viel Eifer und sehr guten spanischen Kenntnissen helfen und zur Seite stehen.

Die große Freude, endlich hier zu sein, wurde aber leider die ganze Zeit über etwas getrübt von der politischen Situation, die im Moment in San Isidro, Perez Zeledon, vorherrscht. Der alte Bürgermeister, mit dem wir im Vorfeld so viel versprechend kommuniziert haben, wurde abgewählt, will aber nicht gehen und die neue Bürgermeisterin ist noch nicht in ihrem Amt aktiv. Niemand fühlt sich verantwortlich und agiert und wir warten vergeblich auf die Genehmigung für ein städtisches Gelände, damit wir loslegen können. Der Plan ist bzw. war eigentlich, auf städtischem Bauland zu bauen und den Park nach der Einweihungsfeier im April an den Kinder- und Jugendverein Vida Nueva zu übergeben.

Aber am Wochenende hat sich die Lage zum Guten geändert, allerdings unabhängig von der der Stadt. So gibt es ein privaten Sportverein namens „Jovenes salven Jovenes“, im Stadtteil Palmares, dessen Besitzer von dem Projekt begeistert ist und schon immer einen Skatepark auf dem Gelände haben wollte und einen optimalen Platz für unser Vorhaben hat. Dort haben wir heute abend noch mal ein abschließendes Treffen und wenn alles gut läuft, können wir morgen anfangen zu bauen. Wird auch langsam Zeit, denn bis Ende März soll/muß der Skatepark fertig sein. Wir haben den Großteil der Arbeit also noch vor uns und der Zeitplan ist äußerst knapp bemessen, aber trotzdem realisierbar. Wir halten euch auf dem Laufenden…

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